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Wireless LAN im Hochenergiebereich

Ein Unternehmen der Großindustrie betreibt neben verschiedenen Produktionshallen mehrere Segmente mit Test- und Entwicklungslabors. Täglich werden hierzu Hochenergietestserien durchgeführt. Die erfassten Messdaten werden zur weiteren Auswertung der Engineering-Abteilung zur Verfügung gestellt. Die Erfassung der Daten erfolgt mittels speziell ausgerüsteter Messstationen auf Basis von Intel-Prozessoren und Windows Betriebssystemen.

Bisher vollzog sich der Datenaustausch zwischen Labor und Ingenieurabteilung noch auf dem "altbewährten" Weg des "Diskettenaustauschs". Ziel war es, eine Optimierung der Prozesse im Engineering-Bereich zu erreichen. Hierzu sollten die PCs zukünftig in die vorhandene geswitchte FastEthernet-Infrastruktur eingebunden werden. Durch die während der Labortests verursachten starken elektromagnetischen Felder war eine Verkabelung mittels CAT5-Kabel nicht möglich. Als weiteren Knackpunkt galt es, die Mobilität der einzelnen Messstationen in den unterschiedlichen Hallenbereichen zu gewährleisten. Eine entsprechend flexible Anbindung per Kupferverkabelung wäre mit erheblichen Kosten verbunden gewesen. Gleichzeitig hätte dies eine physikalische Erweiterung der bestehenden Verkabelung sowie auch der passiven und aktiven Netzwerkkomponenten bedeutet. Zusätzlich musste sichergestellt werden, dass keine Interferenzen mit einem bereits eingesetzten älteren Wireless LAN basierenden Regallager-System auftauchen.

Als Alternative wurde die Anbindung der PCs mittels eines Wireless LAN nach dem IEEE 802.11b-Standard erwogen und geprüft. Vorort wurden mit Hilfe von Testequipments die einzelnen Situationen im Hochenergiebereich durchgespielt. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Prüfung - die Datenübertragung wurde auch während der Hochenergietests nicht gestört - stand dem Einsatz eines WLAN und dem damit verbundenen Projekt nichts mehr im Wege.


Bei der Wahl der Komponenten einigte man sich auf den Hersteller Cisco Systems, der mit seiner Aironet-Serie ein breites Portfolio und entsprechende Features zur Verfügung stellt. In Projektgesprächen wurden die Anforderungen des Kunden spezifiziert. Anhand eines Site-Surveys, inklusive Begehung und Ausleuchtung der späteren möglichen Standorte der Messstationen, erfolgte die Definition der notwendigen Funkzellen. Anzahl und Positionen der erforderlichen Access-Points wurden festgelegt. Zum Einsatz kamen Cisco Aironet Access-Points der 350er Serie. Die einzelnen PCs wurden mit Cisco Aironet PCI-Adapter der 350er Serie ausgestattet.

Die Abdeckung der erwünschten Einsatzgebiete erfolgte durch die Installation von drei Funkzellen. Während zwei Funkzellen mit jeweils einem Access-Point ausgestattet sind, installierte man in der dritten Funkzelle zwei Access-Points. Durch die Verwendung zweier unterschiedlicher Kanäle erzielt man eine Bandbreitenerhöhung, so dass eine Brutto-Bandbreite von 2 x 11 MBit/s, - also 22 MBit/s - zur Verfügung steht. Sicherheitstechnisch erfolgt eine verschlüsselte Datenkommunikation zwischen Clients und Access-Points. Diese basiert auf einem Standardfeature der Aironet-Serie, der Verschlüsselung mittels WEP-Key (128 Bit).